Der Weg
Vater. Autor. Hotelier.
Mein Leben ist nicht in Kapiteln verlaufen, sondern in Phasen, die sich erst im Rückblick voneinander unterscheiden lassen. Vieles habe ich lange getragen, ohne es einordnen zu können, weil Verantwortung für mich selbstverständlich war und nicht hinterfragt wurde. Erst als ich begann, langsamer zu werden und genauer hinzusehen, wurde mir bewusst, wie sehr Herkunft, Erfahrungen und unausgesprochene Erwartungen mein Handeln geprägt haben.
Ich habe nicht an einem bestimmten Punkt beschlossen zu schreiben. Es ist eher daraus entstanden, dass Gedanken nicht mehr nur in mir bleiben wollten. Schreiben wurde eine Möglichkeit, Zusammenhänge sichtbar zu machen, ohne sie zu bewerten. Es geht mir nicht darum, Vergangenes festzuschreiben oder jemanden festzulegen, sondern darum, meine eigene Entwicklung ernst zu nehmen und sie nicht zu übergehen.
Der Weg, von dem ich spreche, ist keiner, der abgeschlossen ist. Er verändert sich, so wie ich mich verändere. Und vielleicht ist genau das der eigentliche Kern: nicht stehen zu bleiben, sondern bereit zu sein, sich selbst immer wieder neu zu betrachten.